Für die Franz Brunnhuber Automobile GmbH & Co. KG hat das Amtsgericht Augsburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das Autohaus Brunnhuber, bekannt für den Vertrieb von Opel- und Jeep-Fahrzeugen sowie Crosscamp-Reisemobilen, sucht parallel nach einem strategischen Investor. Am Standort Hessenbachstraße 63 in Augsburg beschäftigt der Betrieb derzeit 54 Mitarbeiter.
Hundert Jahre Historie
Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und blickt in diesem Jahr auf eine hundertjährige Geschichte zurück. Aus dem einstigen Fahrzeughändler ist über die Jahrzehnte ein anerkannter Meisterbetrieb für Kraftfahrzeuge geworden. Neben dem Verkauf bietet das Autohaus Werkstatt- und Serviceleistungen, Teile und Zubehör, eine Fahrzeugvermietung sowie einen Autoglas-Service an und bildet junge Menschen in der Region aus.
Betrieb läuft weiter
Mit der Eigenverwaltung bleibt die bestehende Geschäftsführung während des Verfahrens im Unternehmen, eine fremde Insolvenzverwaltung übernimmt den Betrieb nicht. Verkauf, Werkstatt, Service und Teilegeschäft laufen nach Angaben des Unternehmens uneingeschränkt weiter. Diese Entscheidung gilt als bewusste Weichenstellung für den Erhalt des Betriebs statt für eine Abwicklung.
Kurs auf einen Investor
Zentrales Ziel der Sanierung ist die Suche nach einem strategischen Investor, der den Betrieb langfristig fortführen soll. Nach Angaben der Sanierungsverantwortlichen sind die Gespräche mit möglichen Investoren bereits weit fortgeschritten, Namen lassen sich zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht nennen.
Arbeitsplätze im Blick
Nach Angaben der beauftragten Kanzlei Planer & Kollegen GmbH zählt der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zu den erklärten Zielen der Maßnahmen. Der Sanierungsprozess soll laut Planer zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden. Damit bleibt der Ausbildungsbetrieb, der seit einem Jahrhundert in der Region verankert ist, vorerst mit seinem vollständigen Angebot bestehen.