BMW hat die Abfindungsangebote für Beschäftigte in Deutschland deutlich früher gestoppt als geplant: Statt bis Oktober 2027 lief das Programm nur rund drei Wochen. Grund dafür ist laut BMW die hohe Nachfrage, die die ursprüngliche Zielzahl bereits überschritten hat.
Vorzeitiges Ende
Anfang Oktober 2026 erhielten Zehntausende Mitarbeiter in Deutschland ihre persönlichen Abfindungsangebote. Bereits am 20. Oktober 2026 schloss BMW das Programm, weitere Anmeldungen sind seither nicht mehr möglich. Bei der Veröffentlichung der Angebote waren die internen Systeme nach Angaben von BMW für einige Stunden überlastet, dennoch konnten alle interessierten Beschäftigten ihre Angebote fristgerecht einreichen.
Summen im Hintergrund
Für das gesamte Programm hat der Konzern Rückstellungen von rund einer Milliarde Euro gebildet. Weltweit will BMW rund 8.000 Stellen abbauen, etwa die Hälfte davon in Deutschland.
Branche im Umbruch
BMW steht mit seinem Sparkurs nicht allein. Volkswagen plant im Rahmen seines aktuellen Sparkurses drastische Kapazitätsbereinigungen in Deutschland, um die Fixkosten massiv zu senken. Audi will bis 2029 sozialverträglich bis zu 7.500 Stellen abbauen und schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2033 aus.
Der Zulieferer Schaeffler streicht europaweit 3.460 Arbeitsplätze, davon 2.660 in Deutschland, und veranschlagt dafür Einmalkosten von rund 480 Millionen Euro. Auch Mercedes-Benz kündigte für Dezember 2026 eine zweite Abfindungswelle an.
Wie es weitergeht
Laut BMW sollen alle Interessenten bis Mitte November 2026 erfahren, ob ihr Aufhebungsvertrag zustande kommt. Bei den meisten, aber nicht allen Antragstellern soll es demnach zum Vertragsabschluss kommen. Das ursprünglich genannte spätere Enddatum bezog sich stets auf das Ende der Arbeitsverhältnisse, nicht auf den Abschluss des Programms selbst. Nicht alle unterschriebenen Aufhebungsverträge enden unmittelbar nach Abschluss, wie BMW mitteilte.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.