Claudia Hakl rettete nach einem Zugunglück in Wollsdorf mehrere Fahrgäste und den Lokführer aus einem brennenden Zug. Für ihren Einsatz erhielt sie in Graz die Steirische Lebensrettungsmedaille, verliehen bei einer Zeremonie, bei der das Land Steiermark auch weiteren Personen das Goldene Ehrenzeichen überreichte.
Rettung in Wollsdorf
Nach dem Zugunglück in Wollsdorf rettete Claudia Hakl den verletzten Lokführer und brachte mehrere Fahrgäste aus dem brennenden Zug ins Freie. Sie handelte, bevor Rettungskräfte den Unfallort erreichten.
Dieser Einsatz aus dem Mai 2025 ist der zentrale Grund, warum ihr die Steirische Lebensrettungsmedaille am weiß-grünen Band zuerkannt wurde.
Ohne Atemschutz
Claudia Hakl durchsuchte den Zug ohne Atemschutzausrüstung, obwohl Rauch und Hitze die Sicht einschränkten. Sie verließ den Waggon erst, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass niemand zurückblieb – als Letzte.
Diese Entscheidung, trotz fehlender Schutzausrüstung weiterzusuchen, unterscheidet ihren Einsatz von einer reinen Erstversorgung am Unfallort.
Ehrung in Graz
Bei einer Feierstunde in der Aula der Alten Universität in Graz zeichnete das Land Steiermark am 3. November 2026 insgesamt 19 Persönlichkeiten mit dem Goldenen Ehrenzeichen aus, darunter Engagierte aus Feuerwehrwesen, Medizin, Musik und Hospizarbeit. Zusätzlich erhielten zwei Frauen die Steirische Lebensrettungsmedaille.
Neben Claudia Hakl wurde auch Anita Scherr ausgezeichnet. Nach einer Explosion mit anschließendem Brand in Hörgas befreite sie einen 90 Jahre alten Nachbarn gleich zweimal aus dem brennenden Gebäude und half zudem dabei, dessen Sohn vom Balkon herunterzuholen.
Zwei Taten im Fokus
Beide Frauen erhielten die Auszeichnung für Einsätze, bei denen sie handelten, bevor professionelle Rettungskräfte eintrafen. Die Zeremonie würdigte damit zwei Fälle, in denen rasches Handeln Leben rettete.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.