Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhält für ihr Zukunftszertifikat die Hochschulperle Oktober des Stifterverbandes. Geehrt wird damit das Programm „Future Skills 2030 – Kompetenzen für die Welt von morgen“, mit dem sich Studierende gezielt auf Fragen rund um Klimawandel und Nachhaltigkeit vorbereiten können. Teilnehmer setzen ihr Wissen dabei in konkreten Projekten und Initiativen um.
Der Stifterverband stellt jeden Monat ein innovatives, beispielhaftes Hochschulprojekt als Hochschulperle vor. Aus allen Monatsperlen eines Jahres wird am Ende die Hochschulperle des Jahres per Abstimmung gekürt. Mit der Auszeichnung für Oktober 2026 rückt nun ein Programm aus Mainz in den Fokus, das wissenschaftliche Bildung mit gesellschaftlichem Engagement verbindet.
Wie ist das Zukunftszertifikat aufgebaut?
Das Zertifikat gliedert sich in drei aufeinander aufbauende Bausteine, die Studierende Schritt für Schritt an das Thema heranführen:
- Im Baustein Orientieren besuchen Teilnehmer die Vorlesungsreihe VOICES FOR CLIMATE.
- Im Baustein Vertiefen wählen Studierende zwei Lernangebote aus mehr als zehn Fachdisziplinen.
- Zu den Vertiefungsangeboten zählt das Wald-Zukunfts-Coaching zur Gestaltung von Waldführungen.
- Das Escape Game Lab entsteht mit Förderung der Wilhelm-Else-Heraeus-Stiftung und lässt Studierende eigene Lernspiele zu Klima- und Nachhaltigkeitsthemen entwickeln.
Die Breite der Vertiefungsangebote zeigt, dass das Programm nicht auf ein einzelnes Fachgebiet setzt, sondern Klimathemen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zugänglich macht. Wer sich lieber praktisch mit Spielmechaniken auseinandersetzt, findet im Escape Game Lab ebenso einen Zugang wie jemand, der draußen im Wald arbeiten möchte.
Was passiert im Anwendungsbaustein?
Im dritten Baustein, dem Anwenden, können Teilnehmer zwischen zwei Formaten wählen. Im Projektseminar CLIMATE LAB entwickeln Kleingruppen eigene Nachhaltigkeitsprojekte und setzen sie direkt um. Wer stattdessen CREDITS FOR CLIMATE ACTION wählt, arbeitet in gemeinnützigen Organisationen mit und sammelt dort praktische Erfahrung.
Damit verlässt das Zertifikat den reinen Seminarraum: Die erworbenen Kenntnisse fließen in reale Vorhaben, statt in der Theorie zu bleiben. Genau diese Verbindung aus Wissen und Handeln gilt als Kern des gesamten Programms.
Warum überzeugt das Konzept die Jury?
Der Stifterverband erklärt, die Jury überzeuge insbesondere das Zusammenspiel aus fundierter wissenschaftlicher Ausbildung, gesellschaftlichem Einsatz und direktem Praxisbezug. Das Programm fördert dabei gezielt sogenannte Future Skills: interdisziplinäres Denken, Problemlösungskompetenz sowie Transformations- und Gestaltungskompetenzen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.