Johannes Warmuth gehört zu den 15 besten Chocolatiers der Welt .
Für den besten Chocolatier aus Kärnten war der Auftritt in Antwerpen der vorläufige Höhepunkt eines Weges, der auf einem Bergbauernhof begann und über Hotelküchen in mehreren Ländern führte.
Wofür Warmuth heute steht
Beim Weltfinale mit dem Motto „Play & Taste“ Kreierte Warmuth Pralinen, moderne Desserts und Schokoladenskulpturen. Unter den 15 Finalisten zu stehen, bedeutet für einen Konditor aus Kärnten, sich gegen die internationale Spitze des Fachs behauptet zu haben. Beurteilt wurde der Wettbewerb von einer Jury unter Leitung von Amaury Guichon, dem Head of Jury des Finales, zu der auch Markus Bohr, Chef-Pâtissier des Londoner Harrods, zählte.
Beide Tätigkeiten verbindet dieselbe Haltung: Wissen weiterzugeben, während er selbst an der Weltspitze mitmischt.
Der Weg vom Bergbauernhof zur Weltbühne
Warmuth wuchs auf einem Kärntner Bergbauernhof auf, fernab der großen Patisserie-Zentren Europas. Den Zugang zum Handwerk fand er über seine Großeltern, die einen Hotelbetrieb führten und ihn so früh mit der Patisserie in Berührung brachten.
Von dort aus baute er seine Laufbahn über Stationen in mehreren Ländern auf: im Badrutt’s Palace Hotel in St. Moritz, im Hotel Hochschober, in der Konditorei Semmelrock sowie im Chewton Glen in England. Jede dieser Stationen stand für eine andere Stilrichtung und einen anderen Anspruch an das Handwerk.
Die Entscheidung, die 20 Jahre dauerte
Zwischen den einzelnen Stationen lag keine geradlinige Karriereplanung, sondern eine Abfolge von Entscheidungen, sich immer wieder neuen Küchen und neuen Maßstäben auszusetzen.
Der Sieg als Chocolate Master Central Europe 2024 war der Punkt, an dem sich dieser lange Weg auszahlte: Er qualifizierte Warmuth direkt für das Weltfinale in Antwerpen und machte aus einem regionalen Titel die Eintrittskarte zur internationalen Bühne.
Was der Auftritt in Antwerpen für die Branche bedeutet
Dass ein Konditor aus einem Kärntner Bergdorf unter den 15 besten Chocolatiers der Welt steht, zeigt angehenden Konditoren, dass der Weg an die Weltspitze nicht zwingend über eine der etablierten Patisserie-Metropolen führen muss. Für seine Schülerinnen und Schüler an der Berufsschule in Wien ist Warmuth damit ein lebendes Beispiel dafür, wohin konsequentes Arbeiten über viele Jahre führen kann.