Der österreichische Arbeitsmarkt hat sich gedreht: Im zweiten Quartal 2026 gab es 16,6 % weniger offene Stellen als im Vorjahresquartal. Für Manuela Lindlbauer, Personalberaterin mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Branche, ändert das wenig am eigentlichen Problem. Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte bleibt aus ihrer Sicht intensiv, auch wenn weniger Jobs ausgeschrieben sind.
Lindlbauer bringt ihre Expertise bei der in Wien ansässigen LINDLPOWER Personalmanagement GmbH ein, die sich als Dienstleister gezielt auf Personalberatung, Recruiting sowie das Executive Search für Fach- und Führungskräfte fokussiert. Es arbeitet österreichweit mit dem Schwerpunkt auf passgenauen Besetzungen.
Warum weniger offene Stellen den Wettbewerb nicht entschärfen
Die Zahl der offenen Stellen ist gesunken, doch das verschiebt laut Lindlbauer nur den Fokus. Bei qualifizierten Angestellten, Spezialisten und im mittleren Management zählt demnach nicht mehr die Anzahl der Bewerbungen, sondern deren Qualität.
Viele interessante Kandidaten sind nach ihrer Einschätzung gar nicht aktiv auf Jobsuche, sondern tragen bereits Verantwortung in ihrer aktuellen Position. Sie wechseln nur, wenn eine neue Perspektive sie wirklich überzeugt.
Das deckt sich mit Beobachtungen anderer Personaldienstleister. Laut einer Erhebung von Randstad steht ein angenehmes Arbeitsklima bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers mittlerweile höher in der Priorität als das Gehalt, Jobsicherheit bleibt dabei weiterhin ein entscheidender Faktor. Laut einer Deloitte-Studie ermöglichen sieben von zehn befragten Firmen ihren Beschäftigten nach wie vor, zu mindestens der Hälfte von zu Hause aus zu arbeiten.
Die Haltung, die ihre Beratung prägt
Für Lindlbauer entsteht Arbeitgeberattraktivität nicht durch Hochglanzkampagnen, sondern durch interessante Aufgaben, echte Entwicklungsmöglichkeiten, wirtschaftliche Stabilität und eine glaubwürdige Führung.
Qualifizierte Fachkräfte stellen ihrer Beobachtung nach klare Anforderungen an ihre Arbeitgeber.
- Fachkräfte erwarten eine nachvollziehbare unternehmerische Vision ihres Arbeitgebers.
- Moderne Führung zählt für sie stärker als reine Präsenzkontrolle.
- Gestaltungsspielraum in der täglichen Arbeit wird zum Entscheidungskriterium.
- Moderne Technologien gelten als Voraussetzung für effizientes, zukunftsorientiertes Arbeiten.
Was das für den Alltag in Unternehmen bedeutet
Gleichzeitig beobachtet Lindlbauer, dass Unternehmen wieder selbstbewusster auftreten, wenn es um Erwartungen an Präsenz, Erreichbarkeit und Zusammenarbeit geht. Aus ihrer Sicht schafft gute Führung eher Leistung und Unternehmenskultur als reine Anwesenheit am Arbeitsplatz.
Die Geschäftsführung der LINDLPOWER Personalmanagement GmbH liegt seit 1. Mai 2015 bei Mag. Alexandra Eperjesi-Hefner. Prokurist ist seit 12. Februar 2020 Ing. Mag. Johannes Mühleder, seit 18. Februar 2026 ist zudem Daniela Gruber als Prokuristin bestellt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.