An Sandra Wollner für ihr Drama „Everytime“. Die Entscheidung einer Fachjury würdigt damit einen Film, der bereits international Beachtung fand. Der Preis selbst wird von der Stadt Wien gestiftet.
Für Wollner ist die Auszeichnung mehr als eine weitere Trophäe im Regal: Sie reiht sich in eine Erfolgsserie ein, die bereits vor der Viennale begonnen hatte.
Der Film „Everytime“ gewann schon in Cannes
Diese internationale Vorgeschichte verleiht dem Wiener Filmpreis zusätzliches Gewicht: Eine Fachjury in Österreich bestätigt damit eine Einschätzung, die zuvor schon auf einer der bedeutendsten Bühnen des Weltkinos getroffen wurde.
Dass ein österreichisches Drama diesen Weg von Cannes bis zur Viennale zurücklegt, ist selten. Es zeigt, dass Wollners Arbeit nicht nur national, sondern auch im internationalen Vergleich überzeugt.
Fachjury und Stadt Wien stehen hinter dem Preis
Der Wiener Filmpreis ist keine Publikumswahl, sondern eine Entscheidung von Fachleuten. Eine Jury bewertet die eingereichten Produktionen und kürt den besten österreichischen Film des Jahres. Gestiftet wird der Preis von der Stadt Wien, die damit heimisches Filmschaffen sichtbar macht.
Diese Struktur unterscheidet den Preis von reinen Festivalpublikumspreisen: Wer hier gewinnt, hat eine Gruppe von Branchenkennern überzeugt, die sich professionell mit Filmästhetik und Erzählweise auseinandersetzt.
Der ORF brachte sechs Produktionen zur Viennale
„Everytime“ entstand im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens mit Kofinanzierung durch den ORF. Der Sender war bei der Viennale insgesamt mit sechs kofinanzierten Produktionen im Festivalprogramm vertreten. Das zeigt, welchen Stellenwert die Zusammenarbeit zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und heimischem Kino inzwischen hat.
Ohne diese Kofinanzierung wären viele österreichische Produktionen in dieser Form kaum realisierbar. Der ORF begleitete das Festival zudem in seinen verschiedenen Kanälen und machte die Viennale damit auch über das Kinopublikum hinaus sichtbar.