Lehrermangel und unsichere Klassenstärken treffen Waldorf- und Privatschulen gleichzeitig. Viele Kollegien wollen sichtbar werden, ohne sich wie ein „Produkt“ zu vermarkten. Benjamin Müller, Gründer von BM Wachstum und Vater zweier Waldorfschülerinnen, setzt genau dort an: Er verbindet Lehrer- und Schülergewinnung mit einem Vorgehen, das Orientierung für Eltern schafft – und Schulen organisatorisch entlastet.
Gewinner.de: Herr Müller, Sie richten BM Wachstum künftig klar auf Waldorf- und Privatschulen aus. Warum diese Zuspitzung?
Benjamin Müller: Weil ich das Thema aus nächster Nähe kenne. Ich bin nicht nur Berater, ich bin Vater – meine beiden Töchter gehen auf eine Waldorfschule. Ich erlebe, wie viel Substanz und Herzblut in diesen Schulen steckt. Gleichzeitig sehe ich, wie schwer sich viele damit tun, nach außen klar zu werden. Nicht, weil sie nichts zu sagen hätten – sondern weil „Marketing“ für viele nach etwas klingt, das nicht zu ihren Werten passt.
Gewinner.de: Viele Schulen sagen: „Wir wollen keine Werbung machen.“ Wie gehen Sie mit diesem Widerstand um?
Benjamin Müller: Ich versuche gar nicht, Schulen von Werbung zu überzeugen. Mein Punkt ist ein anderer: Eltern suchen Orientierung. Viele sind unzufrieden im Regelsystem – wegen Druck, Stress, fehlender Beziehung. Wenn Schulen in dieser Situation unsichtbar bleiben, finden die passenden Familien sie nicht. Sichtbar zu werden heißt nicht, sich anzubiedern. Es heißt, verständlich zu erklären, wofür man steht – und für wen es passt.
Gewinner.de: Haben Sie ein Beispiel, das zeigt, wie groß der Hebel sein kann?
Benjamin Müller: Ja. Eine Waldorfschule, mit der ich seit rund eineinhalb Jahren zusammenarbeite, hatte ursprünglich vor allem ein Lehrerthema. Über die Sommerferien – innerhalb von zwei Monaten – konnten dort zehn Stellen besetzt werden. Das ist für Schulen wirklich außergewöhnlich, weil es nicht nur um Fachlichkeit geht, sondern auch um menschliche Passung ins Kollegium. Dieser Erfolg hat sich dann intern herumgesprochen – und war ein Auslöser dafür, das Thema insgesamt strategischer anzugehen.
Gewinner.de: Was machen Sie anders als klassische Recruiting- oder Marketingdienstleister?
Benjamin Müller: Viele Dienstleister liefern Sichtbarkeit – aber nicht die passenden Menschen. Schulen brauchen keine „Anfragen um jeden Preis“, sondern Familien und Lehrkräfte, die das Konzept verstehen und mittragen. Deshalb arbeite ich nicht mit Hochglanz-Versprechen, sondern mit einem klaren Ablauf: Erst Orientierung geben, dann filtern, dann persönliche Gespräche ermöglichen.
Gewinner.de: Wie sieht das bei der Schülergewinnung konkret aus?
Benjamin Müller: Wir starten nicht mit der Schule als Absender, sondern mit dem, was Eltern beschäftigt – zum Beispiel Schulstress oder Leistungsdruck. Danach gibt es Material, das hilft und nicht verkauft. Und bevor ein Aufnahmegespräch entsteht, klären wir über einen Werte-Abgleich: Passt das pädagogisch wirklich zusammen? Das schützt Schulen – auch vor Konflikten, die später im Schulalltag teuer werden können.
Gewinner.de: Und bei der Lehrersuche – was ist der entscheidende Faktor?
Benjamin Müller: Geschwindigkeit ist wichtig, aber nicht alles. Entscheidend ist die Ansprache auf Augenhöhe und die Klarheit, wofür die Schule steht. In einer anonymisierten Zusammenarbeit wurden innerhalb von knapp drei Monaten neun Lehrkräfte gewonnen. Bei einer Position ging es so schnell, dass vom Erstkontakt bis zur Zusage nur vier Tage vergingen. Das klappt nur, wenn der Prozess sauber ist und die Schule inhaltlich gut beschrieben wird – ohne Floskeln.
Gewinner.de: Was schätzen Schulen an Ihrer Arbeit am meisten?
Benjamin Müller: Entlastung. Viele Kollegien und Träger sind am Limit. Wenn Anfragen, Vorauswahl und die ersten Schritte strukturiert laufen, bleibt wieder Raum für das, worum es eigentlich geht: Unterricht, Beziehung, Pädagogik. Und gleichzeitig entsteht Planungssicherheit, weil Klassenstärken und Personal nicht mehr dem Zufall überlassen werden.
Gewinner.de: Was ist Ihr persönlicher Antrieb?
Benjamin Müller: Ich möchte, dass meine Töchter und ihre Mitschüler auch in zehn Jahren noch eine Schule haben, die wirtschaftlich stabil ist – und pädagogisch frei bleibt. Dafür braucht es heute mehr als gutes Konzept. Es braucht Sichtbarkeit, die zu den Werten passt.
Mehr Einblicke gibt es auf www.bm-wachstum.de.
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