Urs Kalecinski gilt als einer der bekanntesten deutschen Bodybuilder der Gegenwart und wird international mit Arnold Schwarzenegger verglichen.
Wofür Urs Kalecinski im Bodybuilding steht?
Kalecinski trat zunächst in der Kategorie Classic Physique an und wechselte später in die Kategorie Men’s Open. In dieser erreichte er auch seinen dritten Mr.-Olympia-Platz 2024. Er wiegt laut Wettkampfprofil zwischen 200 und 210 Pfund, also über 100 Kilogramm, bei einer Größe von 5 Fuß 9 Zoll.
Diese Konstanz auf dem Treppchen machte ihn zu einer der bekanntesten Figuren der deutschen Bodybuilding-Szene, auch wenn der große Sieg bislang ausblieb.
Wie wurde er zum Profi?
Sein Vater war Kraftsportler, seine Mutter Ballerina, beide ursprünglich aus Polen. Auch sein älterer Bruder war als Bundesliga-Bodybuilder aktiv.
Er absolvierte eine Sportlehrer-Ausbildung in Baden-Württemberg, verließ die Schule jedoch für seine erste Wettkampfvorbereitung und erreichte dabei einen sechsten Platz.
Die Entscheidung, die alles veränderte
Den entscheidenden Schritt machte Kalecinski in Island: Nachdem er dort seinen Job verloren hatte, nutzte er die Zeit für einen Wettkampf und gewann seine Pro-Card. Diese Entscheidung, trotz beruflicher Unsicherheit weiterzumachen, öffnete ihm den Weg zu den internationalen Bühnen.
Wirtschaftlich blieb der Unterschied zwischen Amateur- und Profi-Status im Bodybuilding zunächst gering. Seinen ersten Sponsoring-Deal erhielt er 2019 von ESN, für monatlich 150 Euro. Die Zusammenarbeit mit ESN besteht bis heute.
Wie wenig ein Wettkampfsieg allein finanziell bedeutet, zeigt ein Vergleich der Preisgelder im Bodybuilding:
- Ein normaler Pro-Wettkampf in der Classic-Physique-Kategorie bringt zwei- bis dreitausend Euro Preisgeld ein.
- In der offenen Kategorie eines Pro-Wettbewerbs liegen die Preisgelder bei rund zehntausend Euro.
- Der Gewinner des Mr. Olympia erhält siebenhundertfünfzigtausend Euro Preisgeld.
Wie sieht sein Alltag als Spitzenathlet aus?
Vor Auftritten trinkt er einen Wodka, damit die Äderchen deutlicher hervortreten – ein kleiner Trick auf dem Weg nach oben. Finanziell trägt ihn inzwischen weniger das Preisgeld als vielmehr Social Media und Sponsoring.
Was Urs Kalecinski als Nächstes vorhat
Für 2026 hat Kalecinski seine Wettkämpfe pausiert, um sich gezielt auf Gesundheit und Muskelaufbau zu konzentrieren. Ursprünglich wollte er einmal Skifahrer werden, bevor ihn der Weg ins Bodybuilding führte.