Antonia Plomer ist CEO der Zafiro-Gruppe und gehört zu den Frauen, die derzeit bestimmen, wie sich Mallorca als Reiseziel verändert. Statt auf immer mehr Zimmer setzt sie auf drei sehr unterschiedliche Häuser der Familie – ein Resort, ein Herrenhaus und ein historisches Landgut.
- Zafiro Hotels betreibt vierzehn Häuser, Schwerpunkt der jüngsten Projekte liegt auf kleinen, individuellen Adressen.
- Bei den Condé Nast Traveler Awards 2026 zählt das Zafiro Palace Andratx zu den Anwärtern auf den Titel bestes Resort.
- Forbes nahm Antonia und ihre Schwester María Plomer bereits zum zweiten Mal hintereinander in die Liste der 30 einflussreichsten Frauen der Balearen auf.
- Mit Son Sabater und Can Ribera baut die Gruppe historische Gebäude zu Boutique-Unterkünften um.
Wofür Antonia Plomer auf Mallorca steht
Seit seiner Eröffnung 2021 fungiert das Zafiro Palace Andratx als Vorzeigeobjekt der Gruppe, und auch bei den Condé Nast Traveler Awards 2026 geht es in der Kategorie bestes Resort ins Rennen. Zum Anwesen gehört der Golfplatz Golf de Andratx mit einem 609 Meter langen Loch, dem längsten der Anlage. Für Gäste steht zudem eine umgerüstete klassische mallorquinische Llaüt mit Elektroantrieb bereit. Es ist ein Modell, das zeigt, wie Mallorca unter Plomers Führung auf Erlebnis statt auf Masse setzt.
Der Weg zur Zafiro-Gruppe
Die Gruppe wuchs über Jahre zu vierzehn Häusern heran, bevor 2024 die Zafiro Club Suiten eröffnet wurden – ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen auch kleinere, exklusivere Formate ausbaut. Parallel entwickelte die Familie historische Immobilien weiter: Can Ribera, ein Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, bietet 21 Zimmer in Muro. Son Sabater, ein Landgut aus dem 16. Jahrhundert, wurde zu einem Anwesen mit zwölf Suiten und drei Villen auf zwei Hektar Fläche mit altem Steineichen- und Johannisbrotbaumbestand.
Die prägende Entscheidung: weg vom Massentourismus
Nach Angaben der Zafiro-Gruppe verlagert Mallorca seine touristische Strategie insgesamt von Massentourismus hin zu einer höheren Wertschöpfung pro Gast. Antonia Plomer hat diese Linie früh in die eigene Geschäftsstrategie übersetzt: Statt zusätzliche Bettenkapazität zu schaffen, investierte die Gruppe in Qualität, Geschichte und Natur der einzelnen Standorte. Diese Entscheidung unterscheidet die drei jüngeren Häuser deutlich vom klassischen Bild der Insel als Ziel für Pauschalurlauber.
Das Mindset im Alltag: Qualität vor Masse
Der ökologisch bewirtschaftete Garten von Son Sabater brachte in nur einer Anbausaison mehr als eine Tonne Obst und Gemüse hervor, das anschließend in der hauseigenen Küche verwendet wird. Das zeigt, wie konsequent das Prinzip „klein, aber hochwertig“ umgesetzt wird: weniger Zimmer, dafür mehr Bezug zu Herkunft, Landschaft und Geschichte des Ortes. Für Plomer bedeutet unternehmerischer Erfolg auf Mallorca demnach nicht in erster Linie Wachstum in der Zimmerzahl, sondern Wachstum in Reputation und Wiedererkennbarkeit der einzelnen Häuser.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.