Juli 2025 mit sofortiger Wirkung entlassen wurde. Einen konkreten Grund für seine Ausbootung habe ihm das Unternehmen nach eigener Aussage nie genannt.
Erfolge unter Horner
Die Bilanz macht ihn zu einem der erfolgreichsten Teamchefs der Formel-1-Geschichte.
Horner übernahm die Aufgabe als junger Teamchef und blieb ihr über zwei Jahrzehnte treu.
Der Bruch nach Mateschitz‘ Tod
Horner beschreibt die Unternehmensführung unter Mateschitz als von dessen Einzelentscheidungen geprägt: Der Gründer habe ihm nach seiner Darstellung Freiheit gegeben, Vertrauen geschenkt und sich großzügig gezeigt. Nach Mateschitz‘ Tod im Oktober 2022 hätten sich die Bedingungen im Konzern grundlegend verändert.
Unter der Leitung von CEO Oliver Mintzlaff habe der Vorstand zunehmend darauf hingearbeitet, die Formel-1-Aktivitäten stärker selbst zu steuern. An die Stelle einzelner Entscheidungen seien deutlich mehr Gremien- und Konzernsteuerung getreten, so Horner.
Horners Sicht auf das Aus
Horner vermutet, dass er innerhalb des Teams als zu einflussreich wahrgenommen wurde. Er begründet seinen Rauswurf damit, dass Red Bull eine andere Richtung habe einschlagen wollen, und berichtet, dass er selbst keinen konkreten Grund für seine Entlassung erhalten habe.
In den Monaten vor seinem Aus hatte sich die sportliche Leistung des Teams verschlechtert. Zudem geriet Horner in einen Skandal; nach seiner eigenen Einschätzung spielten diese Vorwürfe am Ende aber keine Rolle für seine Entlassung. Mit Adrian Newey, Jonathan Wheatley und Rob Marshall verließen zudem mehrere enge Weggefährten das Team, während auch das Verhältnis zu Max Verstappen und dessen Vater Jos zuletzt angespannt war.
Mindset im Umbruch
Horner bezeichnet Mateschitz als die Verkörperung von Red Bull und als denjenigen, der das Unternehmen aufgebaut habe. Dessen Investitionen reichten von der Formel 1 bis zu Nachwuchskategorien im Motorsport.
Diese Haltung – Vertrauen in Einzelpersonen statt in Gremien – stellt Horner der heutigen Konzernsteuerung bei Red Bull gegenüber. Sein Rückblick liest sich als Plädoyer für unternehmerische Freiheit, wie er sie unter dem Firmengründer über zwei Jahrzehnte erlebt hatte.
In der abgelaufenen Saison belegte Red Bull am Ende Platz 3 der Konstrukteurswertung, hinter McLaren und Mercedes. Unter Horners Nachfolger Laurent Mekies steht das Team aktuell auf Platz 4 der Konstrukteurswertung.