Fanny Holzer-Luschnig übernimmt als neue Chief Operating Officer der Wiener Hotelgruppe Schani Hotels die operative Verantwortung, während das Unternehmen zuletzt zwei neue Standorte eröffnet hat. Die gebürtige Kärntnerin folgt dabei einem klaren Grundsatz: Gäste sollen wie beste Freunde behandelt werden, die zu Besuch sind.
Mit 57 Jahren bringt Holzer-Luschnig jahrzehntelange Erfahrung aus der Wiener Hotellerie mit. Bei Schani Hotels verantwortet sie künftig Qualitätsmanagement, Prozesse, Standortkoordination und neue Hotelkonzepte.
Wofür steht Fanny Holzer-Luschnig?
Schani Hotels eröffnete im Frühjahr 2026 das Hotel Schani City, zuletzt kam das Hotel Schani Naschmarkt dazu – nach Angaben des Unternehmens der sechste Standort der Gruppe.
Zuvor umfasste das Portfolio bereits fünf Häuser, darunter das Hotel Schani Wien am Hauptbahnhof und das Bio-Hotel Schani Wienblick. Holzer-Luschnig steht für den Versuch, digitale Effizienz mit persönlicher Gastfreundschaft zu verbinden, statt beides gegeneinander auszuspielen.
Wie wurde sie zur Gastgeberin?
Der Weg dorthin begann früh: Schon mit 15 Jahren arbeitete Holzer-Luschnig in der Gastronomie. Nach der Tourismusschule Klessheim sammelte sie weitere Stationen in renommierten Häusern.
- Zwei Jahre in einem Hotel in New York direkt nach der Ausbildung
- Zwölf Jahre im Hotel Das Triest
- General Manager des 25hours Hotel Wien sowie später des Hotel Motto von 2021 bis Ende 2023
- Culture Brand Manager bei The Hoxton Vienna und anschließend Beraterin für Hotelentwicklung
Welche Entscheidung sie geprägt hat
Prägend war für Holzer-Luschnig der frühe Schritt ins Ausland: Direkt nach der Tourismusschule ging sie für zwei Jahre nach New York, bevor sie sich durch wechselnde Häuser wie grätzlhotel und die Mottogroup arbeitete, wo sie Hotelentwicklung, Design und operative Führung verband. Diese Stationen formten ihre Überzeugung, dass Gastfreundschaft und Betriebsführung zusammengedacht werden müssen.
Wie sieht ihr Mindset im Alltag aus?
Im Hotel Schani Naschmarkt begrüßt mittlerweile ein lebensgroßer digitaler Avatar die Gäste. Nach Einschätzung von Holzer-Luschnig vergleichen Reisende Hotels vor der Buchung zunehmend mit ChatGPT, weshalb App-basiertes Einchecken für sie in modernen Häusern unverzichtbar ist.
Gleichzeitig betont sie, dass unterschiedliche Gäste unterschiedliche Bedürfnisse bei der Ankunft haben und dass Gesten wie Glückwünsche zum Geburtstag zur positiven Erfahrung beitragen.
Kofferträger hält sie wegen der verbreiteten Rollkoffer für weniger nötig, während gute Matratzen, funktionierende Duschen und Sauberkeit aus ihrer Sicht weiterhin zentral bleiben – für die Zimmerausstattung testete sie persönlich zwölf verschiedene Matratzenmodelle.
Was Schani Hotels als Nächstes vorhat
Eigentümer Benedikt Komarek kündigt weiteres Wachstum der Gruppe an und betont, dass Holzer-Luschnig die Hotellerie aus verschiedenen Perspektiven kennt und versteht, was ein Haus besonders macht. Beim weiteren Ausbau will Schani Hotels die individuelle Ausrichtung der einzelnen Häuser bewahren, statt auf ein einheitliches Konzept zu setzen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.