Linn Gestblom zählt zu den erfolgreichsten Biathletinnen Schwedens und lief dabei regelmäßig auf der ersten Position ihrer Mannschaft. Nun pausiert sie die komplette Saison 2026/27, weil sie im März 2027 ihr erstes Kind erwartet.
Gold in Peking, Silber in Mailand: Gestbloms Bilanz
Vier Jahre später, bei den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo, holte sie mit demselben Team Silber. Dazwischen lagen Medaillen bei der Weltmeisterschaft 2023 in Oberhof: Bronze im Sprint und Silber im Einzelrennen über 15 Kilometer.
Der Weg zurück nach der Schulterverletzung
Vor ihren jüngsten Erfolgen hatte sich Gestblom von einer Schulterverletzung erholen müssen. Dass sie danach wieder auf internationalem Topniveau lief, gilt als Beleg für ihre Beharrlichkeit im Training. Schon bei der Weltmeisterschaft 2019 in Östersund war sie durch fehlerfreie Schießleistungen aufgefallen, ein Markenzeichen, das sie sich über die Jahre bewahrte.
Erstläuferin mit Verantwortung: die prägende Rolle
Innerhalb der schwedischen Frauenstaffel übernahm Gestblom regelmäßig die erste Position, eine Rolle mit besonderem Druck, weil der erste Wechsel über den weiteren Rennverlauf mitentscheidet.
Diese Verantwortung über mehrere Jahre hinweg zuverlässig zu tragen, unterscheidet sie von vielen Teamkolleginnen. Mit Hanna Öberg verliert die schwedische Mannschaft nun eine zweite wichtige Staffelläuferin für die kommende Saison, da auch sie schwanger ist und nicht antreten wird.
Für das schwedische Team bedeutet das einen spürbaren Einschnitt in der Breite des Spitzenkaders. Beide Athletinnen hatten die Staffel über Jahre geprägt, ihr gleichzeitiger Ausfall trifft die Mannschaft an einer empfindlichen Stelle.
Pause vom Spitzensport: Was 2027 kommt
Gestblom gab die Schwangerschaft am 10. Oktober bekannt. Das Kind soll im März 2027 zur Welt kommen, weshalb sie die gesamte Saison 2026/27 auslässt. Im Sommer 2024 hatte sie geheiratet, nun folgt mit der Geburt der nächste private Einschnitt in ihrem Leben als Spitzensportlerin.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.