Seine Aufgabe: internationales Kapital zurück nach Deutschland holen, bevor es noch mehr an andere Standorte abwandert. Dafür organisiert er mit, dass sich am 20. und 21. Oktober 2026 rund 200 Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland beim Investitionsgipfel Berlin treffen.
Die neue Aufgabe
Blessings Rolle ist neu geschaffen und zeigt, wie ernst die Bundesregierung das Thema nimmt. Investitionsschwerpunkte sind laut Bundesregierung Energie, Künstliche Intelligenz, Halbleiter, Infrastruktur und Verteidigung.
Woher der Druck kommt
Die Zahlen, mit denen Blessing arbeitet, sind eindeutig. Von 2019 bis 2025 gingen die gesamten Investitionen hierzulande um 6,4 % zurück, während sie im restlichen Euroraum leicht zunahmen und sich in den Vereinigten Staaten sogar um 20,2 % erhöhten.
Als Gründe für die Zurückhaltung gelten hohe Energiekosten, hohe Steuer- und Abgabenbelastung sowie übermäßige Bürokratie. Dennoch verfügt Deutschland als einziges G7-Land weiterhin über ein Triple-A-Rating und führt unter den europäischen Staaten bei der Zahl der Patente – Pluspunkte, mit denen Blessing bei Investoren werben kann.
Der Plan für Berlin
Los geht der Gipfel am Montagabend mit einem Abendprogramm in einem früheren Heizkraftwerk in Berlin-Mitte, das unter dem Motto „Red Carpet for Investments“ steht. Am Dienstag folgt dann die eigentliche Konferenz an der privaten Wirtschaftshochschule ESMT, die im ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR untergebracht ist.
Neben Bundeskanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil nimmt etwa die Hälfte des Kabinetts teil.
Was als Nächstes kommt
Erste konkrete Abschlüsse der geplanten Nvidia-Kooperation werden auf dem Gipfel erwartet, und die Bundesregierung erwägt dafür staatliche Investitionen in Millionenhöhe. Parallel sieht die Regierung Reformbedarf bei Sozialsystemen, Arbeitsmarkt und Planungsverfahren, etwa durch kürzere Genehmigungsverfahren für Rechenzentren.