Statt auf Masse setzt Suttner auf ein radikal kleines Format: Pro Abend nehmen maximal acht Gäste teil, serviert werden zehn Gänge. Begleitet wird das Menü von fünf ausgewählten japanischen Sake-Spezialitäten sowie Tee und Mineralwasser. Der Preis pro Person liegt bei 190 Euro.
Zwei Hauben als Beleg für die neue Ausrichtung
Die Auszeichnung fällt in eine Zeit, in der das Linsberg sein kulinarisches Profil sichtbar schärft. Während das Hotel mit Buffetrestaurant, Thermenrestaurant und Piano Bar ein breites gastronomisches Angebot führt, positioniert sich das Linsberg als Ort für gehobene Küche mit ausgewählten Weinen.
Genau in dieses Umfeld setzt Suttner nun ein Format, das sich bewusst von der restlichen Hotelgastronomie abhebt: eine Omakase-Reihe, bei der die Gäste sich vollständig auf die Auswahl des Küchenchefs verlassen.
Der Weg zur Japanese Omakase Experience
Das neue Menükonzept orientiert sich an drei japanischen Traditionen: der mehrgängigen Kaiseki-Küche, Edomae-Sushi und den rauchigen Aromen vom Binchotan-Holzkohlegrill. Diese Kombination verlangt Präzision bei Zutaten, Timing und Temperatur und unterscheidet sich deutlich von der österreichischen Haute Cuisine, in der das Restaurant bislang verwurzelt ist.
Der erste Abend der Reihe findet am 27. November 2026 um 18:30 Uhr statt. Mit nur acht Plätzen bleibt das Erlebnis exklusiv und lässt sich von einem einzigen Küchenteam in dieser Qualität umsetzen.
Die Entscheidung, eine Gast-Köchin aus Kyoto zu holen
Eine zweite Omakase-Ausgabe folgt am 2. April 2027 , ebenfalls um 18:30 Uhr.
Dass Suttner für diesen Termin bewusst eine Köchin mit österreichischen Wurzeln und japanischer Ausbildung einlädt, zeigt, wie er das Konzept versteht: nicht als einmaliges Gastspiel, sondern als Austausch zwischen zwei Küchentraditionen, die beide hohe Ansprüche an Handwerk stellen.
Was als Nächstes im Linsberg ansteht
Mit zwei terminierten Abenden bis April 2027 hat Suttner die Omakase-Reihe zunächst als überschaubares Format angelegt. Ob daraus ein regelmäßiges Angebot wird, bleibt offen, die Struktur mit kleinen Gruppen und saisonalen Gastköchen bietet dafür aber einen Rahmen, der sich wiederholen lässt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.