Der Mietindex in Deutschland zeigt für 2026 einen bundesweiten Durchschnitt der Angebotsmieten von 11,44 Euro pro Quadratmeter, nach 11,14 Euro im Jahr 2024. Zwischen den Regionen liegen die Mietpreise 2026 jedoch weit auseinander, von unter 8 Euro bis über 19 Euro je Quadratmeter. Im Zweijahresvergleich kletterten die Werte damit um 2,7 %.
München bleibt teuerste Großstadt, Berlin wird günstiger
München war 2026 mit 19,68 Euro pro Quadratmeter die teuerste deutsche Großstadt, Frankfurt am Main folgte mit 17,07 Euro. Damit liegt München knapp 8 Euro pro Quadratmeter über dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig verloren Berlin und Hamburg von 2024 bis 2026 jeweils rund sechs Prozent bei den Angebotsmieten, Freiburg sogar etwa zehn Prozent.
Gegenläufig entwickelte sich Neuss: Die Stadt legte im selben Zeitraum mit fast elf Prozent am stärksten bei den Angebotsmieten zu.
Was den Mietindex von Bestandsmieten unterscheidet
Ein Mietpreisindex misst die durchschnittliche Entwicklung von Wohnungsmieten im Zeitverlauf, während ein Mietspiegel nach § 558c BGB das Mietniveau an einem bestimmten Ort beschreibt. Der amtliche Wohnungsmietindex des Statistischen Bundesamts bildet dabei eine breitere Grundgesamtheit ab als Angebotsstatistiken, da er neben Neu- und Wiedervermietungen auch Bestandsmieten einbezieht.
Bestandsmieten liegen in der Regel deutlich unter den Angebotsmieten neu inserierter Wohnungen, weshalb Angebotsmieten in angespannten Märkten schneller steigen können als der amtliche Index.
Hinter dem Anstieg stehen gestiegene Bauzinsen, die den Neubau gebremst und das Angebot verknappt haben, sowie höhere Baukosten durch teurere Materialien und Energieauflagen.
Neue Kappungsregel bremst Indexmieten ab 2026
Der Bundestag debattiert 2026 die Mietrechtsreform II, die für Indexmietverträge in angespannten Wohnungsmärkten eine neue Kappungsregel vorsieht: Die jährlichen Erhöhungen sollen laut Gesetzentwurf pauschal bei maximal 3,5 Prozent gedeckelt werden.