Nun will der Klub seinen Vertrag vorzeitig bis 2029 oder 2030 verlängern und eine bestehende Ausstiegsklausel streichen. Damit soll verhindert werden, dass Muslic den Verein im Sommer 2027 verlassen kann.
Der Trainer ist damit länger im Amt als jeder seiner Vorgänger seit Domenico Tedesco. Für einen Klub, der zuletzt häufig Trainer wechselte, ist das bereits eine Besonderheit – und zeigt, wofür Muslic bei Schalke steht.
Wofür steht Miron Muslic beim FC Schalke 04?
Der Aufstieg in die Bundesliga gelang nach einem 1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf. Noch im Stadion, über das Mikrofon, verkündete Muslic damals seine erste Vertragsverlängerung – ein Jahr vorzeitig, bis 2028. Der ursprüngliche Vertrag wäre 2027 ausgelaufen.
Durch den Aufstieg verlängerte sich der Kontrakt ohnehin automatisch bis 2028. Jetzt soll ein neuer Vertrag bis 2029 oder 2030 folgen, die Gespräche dazu sind für das kommende Frühjahr vorgesehen.
Wie verlief der Weg dorthin?
Muslic übernahm Schalke zu einer Zeit, in der der Klub sportlich und organisatorisch unter Druck stand. Dass er binnen rund anderthalb Jahren den Aufstieg schaffte, gilt als Beleg für einen klaren Plan statt kurzfristiger Lösungen.
Die wichtigsten Stationen seiner bisherigen Amtszeit auf einen Blick:
- Rund 500 Tage im Traineramt bei Schalke 04
- Aufstieg in die Bundesliga nach einem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf
- Erste Vertragsverlängerung vorzeitig bis 2028
- Neuer Vertrag bis 2029 oder 2030 in Planung
Was war die prägende Entscheidung?
Statt nach dem Aufstieg kurzfristig zu verlängern und die Zukunft offenzulassen, einigten sich Muslic und Schalke direkt im Stadionmoment auf eine erste Verlängerung. Diese schnelle, öffentliche Festlegung unterscheidet sich von vielen Trainerwechseln der jüngeren Klubgeschichte.
Im aktuellen Vertrag steckt eine Ausstiegsklausel zwischen fünf und acht Millionen Euro, abhängig vom künftigen Arbeitgeber. Dass Schalke diese Klausel im neuen Vertrag streichen will, zeigt, wie sehr der Klub auf Kontinuität mit Muslic setzt – und wie hoch der Verein seinen Marktwert inzwischen einschätzt.
Wie denkt Muslic im Alltag?
Nach eigenen Worten richtet Muslic sein Augenmerk derzeit auf das Projekt in Gelsenkirchen. Sein erklärtes Ziel ist es, Schalke dauerhaft zu einem konkurrenzfähigen Erstligisten zu entwickeln, statt den Aufstieg als Endpunkt zu betrachten.
Diese Fokussierung auf das Tagesgeschäft, statt auf schnelle nächste Schritte, gilt als Kern seines Mindsets: Erfolg wird als Prozess verstanden, nicht als einmaliges Ereignis.
Was plant Muslic als Nächstes?
Langfristig kann sich Muslic nach eigenen Angaben vorstellen, einmal Nationaltrainer Bosniens zu werden. Für die kommende Zeit bleibt sein Fokus aber auf Schalke gerichtet, während die Gespräche über die neue Vertragsverlängerung im Frühjahr beginnen sollen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.