Eine gemeinsame Delegationsreise von Leitbetriebe Austria und dem Verband der Bahnindustrie führte im Oktober 2026 nach Antwerpen und Brüssel. Im Mittelpunkt standen Europas Wettbewerbsfähigkeit, der Abbau von Bürokratie und die langfristige Sicherung industrieller Wertschöpfung. Geschäftsführerin Monica Rintersbacher sieht europäische Unternehmen vor allem im Bedarf nach mehr Planungssicherheit und schnelleren Verfahren.
Reise nach Brüssel
Die Delegation traf zwischen dem 11. und 14. Oktober 2026 hochrangige Vertreter europäischer Institutionen, politische Entscheidungsträger und Wirtschaftsorganisationen.
Dabei zeigte sich nach Angaben von Leitbetriebe Austria, wie stark die Branche auf handhabbare Gesetze, weniger überlappende Vorschriften und zügigere Entscheidungswege im europäischen Binnenmarkt angewiesen ist. Auf dem Programm stand zudem ein Abstecher zum Hafen von Antwerpen-Brügge, der nach Fläche an zweiter Stelle unter Europas Seehäfen liegt.
Das Positionspapier Europe First
Es fordert faire internationale Wettbewerbsbedingungen und eine stärkere Berücksichtigung europäischer Wertschöpfung bei öffentlichen Vergaben. Martin Schiefer verfasste das Dokument, das die zentrale Rolle der Bahnindustrie für die technologische Unabhängigkeit Europas hervorheben soll.
Stimmen aus der Branche
Anil W. Rintersbacher ergänzt, dass Unternehmen vor allem verlässliche Rahmenbedingungen brauchen, um Investitionen planen zu können. Der Verband der Bahnindustrie vertritt mit seiner Forderung rund 60 Unternehmen .
Made-in-Europe als Antwort
Parallel zur Reise brachte Österreich eine Made-in-Europe-Deklaration auf den Weg. Sie soll regionale Wertschöpfung bei öffentlichen Investitionen und Beschaffungen stärker berücksichtigen. Damit flankiert die Initiative die Forderungen, die die Delegation in Antwerpen und Brüssel vorgetragen hat.