Monika Kurz kennt die Situation ihrer Zielgruppe aus eigener Erfahrung: Auch sie war angestellt und suchte nach einer Möglichkeit, sich neben dem bestehenden Beruf etwas Eigenes aufzubauen. Daraus entwickelte sich Monis Chatting Stube mit der anonymen Chatter-Methode. Im Mittelpunkt stehen für die Gründerin flexible Arbeitsmöglichkeiten, Kommunikation und ein realistischer Umgang mit dem Thema Nebenverdienst. Dass Arbeit von zu Hause längst zum Berufsalltag gehört, zeigen auch aktuelle Zahlen: Laut Statista arbeitete 2025 rund ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland zumindest gelegentlich im Homeoffice. Im Interview spricht Monika Kurz über ihren eigenen Weg, ihr Erfolgsverständnis und darüber, warum Empathie und Vertrauen für sie wichtiger sind als schnelle Versprechen.
Gewinner.de: Frau Kurz, wie entstand die Idee zu Monis Chatting Stube?
Monika Kurz: Ich war selbst angestellt und kam irgendwann an einen Punkt, an dem ich beruflich nicht mehr zufrieden war. Ich wollte mein Einkommen verbessern und mir etwas Eigenes aufbauen, gleichzeitig aber nicht einfach meine Festanstellung aufgeben. Bei meiner Suche bin ich auf das Online-Chatten gestoßen und habe zunächst selbst damit angefangen. Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Kommunikation mit Menschen liegt und sich diese Tätigkeit flexibel mit meinem Alltag verbinden lässt. Mit der Zeit entstand der Wunsch, meine Erfahrungen weiterzugeben. So hat sich schließlich die Idee zu Monis Chatting Stube entwickelt.
Gewinner.de: Welche persönliche Eigenschaft hat Ihnen auf diesem Weg besonders geholfen?
Monika Kurz: Für mich ist Empathie entscheidend. Beim Chatten geht es nicht einfach darum, möglichst viele Nachrichten zu schreiben. Man muss genau lesen, verstehen, was das Gegenüber beschäftigt, und angemessen darauf reagieren. Genauso wichtig sind Geduld und die Bereitschaft, dazuzulernen. Nicht jeder beherrscht alles vom ersten Tag an. Ich möchte Menschen deshalb nicht nur eine Möglichkeit zeigen, sondern sie auch dabei unterstützen, Sicherheit zu entwickeln.
Gewinner.de: Was steckt konkret hinter der anonymen Chatter-Methode?
Monika Kurz: Viele Menschen verbinden digitale Einkommensmöglichkeiten heute automatisch mit Social Media. Sie glauben, dass sie Videos drehen, ihr Gesicht zeigen oder ständig öffentlich präsent sein müssen. Bei der anonymen Chatter-Methode ist das nicht notwendig. Im Mittelpunkt steht die schriftliche Kommunikation. Die Chatter können von zu Hause aus arbeiten und ihre Zeit flexibel einteilen. Formale Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtig sind aber Freude am Schreiben, Einfühlungsvermögen, Geduld und ein gutes Gespür für Kommunikation. Genau die Anonymität ist für manche ein wichtiger Punkt. Sandra, eine 39-jährige Büroangestellte aus der Versicherungsbranche, hat uns beispielsweise berichtet, dass sie bewusst nach einer Möglichkeit gesucht hat, bei der sie nicht öffentlich auf Social Media auftreten muss. Sie begann nach eigenen Angaben mit etwa zehn bis 14 Stunden pro Woche und konnte den Umfang flexibel an ihre berufliche Situation anpassen.
Gewinner.de: Ein unkomplizierter Einstieg bedeutet also nicht automatisch, dass kein Einsatz notwendig ist?
Monika Kurz: Ganz genau. Flexibilität bedeutet nicht, dass nichts zu tun ist. Ich finde es problematisch, wenn im Internet suggeriert wird, man müsse praktisch nichts investieren und könne trotzdem sofort hohe Summen verdienen. Wie viel jemand verdient, hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise davon, wie viel Zeit investiert wird, wie konstant jemand arbeitet und wie gut die Kommunikation gelingt. Deshalb möchte ich keine pauschalen Verdienstversprechen machen. Thomas, ein 46-jähriger Angestellter im Facility Management, war nach eigener Aussage zunächst skeptisch. Er investierte meist acht bis zwölf Stunden pro Woche. Im ersten Monat waren es laut seiner Rückmeldung rund 650 Euro, später etwa 1.650 Euro in einem einzelnen Monat und nach sechs Monaten durchschnittlich rund 1.400 Euro monatlich. Das sind individuelle Erfahrungswerte und keine Garantie für vergleichbare Ergebnisse.
Gewinner.de: Mehrere Teilnehmer berichten, dass sie zu Beginn skeptisch waren. Wie gehen Sie damit um?
Monika Kurz: Ich finde Skepsis gerade bei Online-Angeboten gesund. Menschen sollten Fragen stellen und genau hinschauen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Für mich gehören Transparenz und Ehrlichkeit deshalb unbedingt dazu. Interessenten sollten wissen, was die Tätigkeit beinhaltet, welcher eigene Einsatz notwendig ist und wo auch Grenzen liegen. Vertrauen entsteht für mich nicht dadurch, dass man etwas schöner darstellt, als es ist. Michael, ein 51-jähriger Vertriebsmitarbeiter im Maschinenbau, beschreibt genau diese anfängliche Zurückhaltung. Ihn haben nach eigener Aussage vor allem der klare Ablauf, die flexible Zeiteinteilung und die Möglichkeit angesprochen, anonym zu arbeiten. Auch bei ihm entwickelte sich der Nebenverdienst erst über mehrere Monate und mit regelmäßigem zeitlichem Einsatz.
Gewinner.de: Woran erkennen Sie unseriöse Angebote in diesem Bereich?
Monika Kurz: Ein großes Warnsignal sind für mich übertriebene Verdienstversprechen. Niemand kann seriös garantieren, was eine andere Person verdienen wird. Auch Transparenz ist entscheidend. Man sollte erkennen können, wer hinter einem Angebot steht, Kontaktmöglichkeiten finden und Gelegenheit haben, offene Fragen zu klären. Vorsichtig wäre ich auch, wenn Interessenten stark unter Zeitdruck gesetzt werden oder das Gefühl bekommen, sofort eine Entscheidung treffen zu müssen. Ich finde es wichtig, dass sich jemand ein Modell in Ruhe anschauen kann. Deshalb gibt es bei mir die Möglichkeit eines persönlichen Strategiegesprächs, in dem wir offene Fragen besprechen und gemeinsam herausfinden können, ob die anonyme Chatter-Methode überhaupt zur jeweiligen Situation passt.
Gewinner.de: Welche Rolle spielt die persönliche Betreuung bei Monis Chatting Stube?
Monika Kurz: Eine sehr große. Gerade am Anfang entstehen Fragen, und nicht jeder entwickelt gleich schnell Sicherheit. Ich möchte, dass die Menschen wissen, dass sie damit nicht allein sind. Andreas, ein 44-jähriger Projektleiter im IT-Consulting, hatte vor seinem Einstieg nach eigener Aussage keinerlei Erfahrung mit anonymem Chatten. Besonders hilfreich war für ihn der strukturierte Aufbau. Er konnte die Tätigkeit abends oder am Wochenende in seinen Berufsalltag integrieren und musste dafür nicht öffentlich auftreten. Für mich zeigen solche Rückmeldungen, wie wichtig Orientierung und Begleitung sind. Es geht nicht darum, Menschen mit möglichst vielen Informationen zu überschütten, sondern die einzelnen Schritte verständlich zu machen und bei Fragen erreichbar zu sein.
Gewinner.de: Sie sprechen häufig über Wertschätzung. Warum ist Ihnen dieser Punkt so wichtig?
Monika Kurz: Weil Menschen nicht nur wegen Geld arbeiten. Natürlich wünschen sich viele Interessenten mehr finanziellen Spielraum. Gleichzeitig höre ich aber oft, dass sie sich in ihrem normalen Berufsalltag nicht ausreichend gesehen oder anerkannt fühlen. Ich möchte in meiner Chatter Stube eine Gemeinschaft schaffen, in der respektvoll miteinander umgegangen wird und jeder Fragen stellen darf. Manche Menschen sind von Anfang an sehr selbstbewusst, andere müssen erst lernen, sich etwas Neues zuzutrauen. Erfolg bedeutet für mich deshalb nicht ausschließlich eine bestimmte Zahl auf dem Konto. Wenn jemand merkt, dass er neue Fähigkeiten entwickeln und sich neben seinem Hauptberuf etwas Eigenes aufbauen kann, ist auch das ein wichtiger Schritt.
Gewinner.de: Welche Entwicklung wird Ihre Branche künftig besonders beschäftigen?
Monika Kurz: Ganz klar künstliche Intelligenz. KI kann schon heute viele Texte erstellen und Kommunikationsprozesse automatisieren. Für mich macht das menschliches Einfühlungsvermögen aber nicht weniger wichtig. Je mehr automatisiert werden kann, desto wichtiger wird die Frage, wo echte zwischenmenschliche Kommunikation einen Unterschied macht. Es reicht nicht immer, nur einen formal passenden Satz zu formulieren. Kommunikation bedeutet für mich auch, Nuancen zu erkennen und individuell auf ein Gegenüber einzugehen. Deshalb sehe ich künstliche Intelligenz nicht ausschließlich als Konkurrenz. Sie wird uns vielmehr dazu zwingen, noch deutlicher zu zeigen, worin der menschliche Mehrwert liegt.
Gewinner.de: Welchen Grundsatz würden Sie Menschen mitgeben, die sich neben ihrem Beruf etwas Eigenes aufbauen möchten?
Monika Kurz: Nicht versuchen, über Nacht das ganze Leben zu verändern. Ich habe selbst Schritt für Schritt angefangen. Genau das möchte ich auch anderen vermitteln. Man kann sich ein zweites Standbein aufbauen, ohne sofort alle Sicherheiten aufzugeben. Gleichzeitig muss man bereit sein, Zeit zu investieren, Erfahrungen zu sammeln und dranzubleiben. Für mich gehören Empathie, Geduld und eine realistische Erwartungshaltung zusammen. Ich möchte niemandem erzählen, dass alles automatisch leicht ist. Ich möchte zeigen, dass Veränderung möglich sein kann, wenn man bereit ist, konsequent daran zu arbeiten.
Weitere Informationen zu Monis Chatting Stube und der anonymen Chatter-Methode erhalten Interessierte per E-Mail unter info@chatter-stube.de.
Impressum:
Chatter Stube LLC
1200 Brickell Avenue
Miami, Florida 33131
United States
Managing Member: Monika Kurz
E-Mail info@chatter-stube.de