Die Raiffeisen Salzburg erwirbt einen Anteil von 6,67 Prozent an der Dauntles GmbH, dem Unternehmen hinter der Marke Optimizzer. Die Beteiligung wird mit einer niedrigen sechsstelligen Eigenkapitalzahlung erworben. Für die Optimizzer-Gründer ist der Einstieg des Instituts kein Zufall, sondern laut Raiffeisen der nächste Schritt einer Partnerschaft, die schon länger besteht.
Mit Optimizzer können Betriebe gezielt gute Kundenbewertungen generieren und gleichzeitig ihr Erscheinungsbild im Netz gezielt steuern.
Wofür Optimizzer steht
Die Dauntles GmbH wurde 2021 gegründet und hieß ursprünglich Shoptimizer. Das Unternehmen zählte zu den ersten Teilnehmern im Förderprogramm der Raiffeisen-Start-Up-Initiative. Zu den Bewertungspartnern zählen unter anderem die Raiffeisenbank Salzburg, das Café Landtmann und Remax Austria. Das frische Kapital soll laut Dauntles GmbH zur Skalierung des Geschäftsmodells und zur Weiterentwicklung der Plattform verwendet werden.
Wie kam es zu der Beteiligung?
Seit 2023 ist die Raiffeisen Salzburg im Startup-Umfeld aktiv und setzt dabei eigenen Angaben zufolge auf maßgeschneiderte Konzepte anstelle starrer Förderschemata.
Die Optimizzer-Gründer waren schon vor der Kapitalbeteiligung Teil dieses Netzwerks – die Zusammenarbeit begann über die Raiffeisen-Start-Up-Initiative und entwickelte sich über Jahre zu einer engeren Geschäftsbeziehung. Die jetzige Eigenkapitalzahlung macht aus dem Partner einen Miteigentümer.
Wie funktioniert die Technologie im Alltag?
Kunden geben ihr Feedback direkt vor Ort ab, etwa über einen NFC-Aufsteller an der Kasse oder per QR-Code auf der Rechnung. Die Plattform wertet diese Rückmeldungen aus und vergleicht Standorte miteinander, sodass Betriebe erkennen, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Mehrere Punkte zeigen, wie breit das System inzwischen angelegt ist:
- Die Software verbindet Hardware vor Ort mit Datenauswertung und KI-Funktionen in einer Plattform.
- Google-Bewertungen werden automatisiert mit Unterstützung künstlicher Intelligenz beantwortet.
- Standortvergleiche liefern Betrieben konkrete, datenbasierte Handlungsempfehlungen.
- Zu den Bewertungspartnern zählen Unternehmen aus Banking, Gastronomie und Immobilien.
Was als Nächstes für Optimizzer ansteht
Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen sein Geschäftsmodell skalieren und die Plattform weiterentwickeln. Für Raiffeisen Salzburg reiht sich die Beteiligung in ein wachsendes Startup-Portfolio ein, zu dem unter anderem Sproof, Augmenterra und das Tiergenetik-Labor FERAGEN zählen, an dem sich die Bank zuletzt ebenfalls mit einem sechsstelligen Betrag beteiligte.
Für die Optimizzer-Gründer bedeutet der Schritt vor allem eines: Aus einem langjährigen Förderpartner ist nun ein Miteigentümer geworden, der an der Plattform mitverdient, wenn sie wächst.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.