Beim ersten Capital Markets Day der Finexity Group in Frankfurt am Main erläuterte Finexity-Manager Paul Huelsmann die Strategie für den tokenisierten Handel. Vor Investoren, Aktionären und Geschäftspartnern stellte das Hamburger Fintech-Unternehmen seine Pläne für die kommenden Jahre vor.
Seit der Gründung 2018 bietet die Finexity Group Lösungen an, mit denen sich Sachwerte und Finanzinstrumente – etwa Immobilien, Luxusgüter oder Unternehmensanleihen – über Blockchain-Technologie in Tokenform bringen lassen. Vor rund einem Jahr wechselte das Unternehmen an die Börse.
Welches Ziel verfolgt Paul Huelsmann mit Finexity?
Die proprietäre Infrastruktur des Unternehmens verknüpft derzeit mehr als 300 Emissionen von über 50 Emittenten mit mehr als 84.000 registrierten Anlegern .
Den größten Teil dieses Wachstums sollen laut Huelsmanns Planung die Marken Nundara und Effecta tragen, auf die 70 bis 80 % der Erlöse entfallen sollen.
Wie hat sich Finexity bis heute entwickelt?
Von der Gründung 2018 bis zum Börsengang vor rund einem Jahr hat sich Finexity vom Tokenisierungs-Anbieter für einzelne Sachwerte zu einem Unternehmen mit eigener Infrastruktur für mehr als 50 Emittenten entwickelt. Nach der Planung des Managements soll der Umsatz 2026 pro forma bei 9,6 Millionen Euro liegen, während beim EBITDA ein Minus von 3,5 Millionen Euro erwartet wird.
Diese Zahlen zeigen, dass sich Finexity noch in der Investitionsphase befindet. Die operative Gewinnzone soll laut Unternehmensplanung erst 2028 oder 2029 erreicht werden, mit einem EBITDA von rund 20 Millionen Euro.
Was ist die prägende Entscheidung hinter Huelsmanns Strategie?
Die zentrale Weichenstellung ist der Schritt in Richtung eines regulierten Handelssystems: Noch in diesem Jahr will Finexity den Antrag für ein eigenes DLT-Handels- und Abwicklungssystem einreichen. Diese Lizenz soll die Grundlage dafür legen, dass Finexity künftig nicht nur Tokenisierung anbietet, sondern auch Handel und Abwicklung selbst abdeckt.
Was plant Huelsmann als Nächstes?
Nach dem Antrag für das DLT-Handels- und Abwicklungssystem in diesem Jahr sollen 2027 Fonds und Aktien auf der Plattform Nundara folgen. Gleichzeitig soll VolksInvest zum Online-Broker des Unternehmens ausgebaut werden.
Mit dem Erhalt einer DLT-TSS-Lizenz im Jahr 2028 will Nundara den Handel und die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere dann komplett innerhalb eines regulierten Rahmens ermöglichen. Erst dann, so Huelsmanns Zeitplan, soll sich zeigen, ob der tokenisierte Handel tatsächlich zum tragenden Geschäft von Finexity wird.