Peter Mender wurde bei der Jahreshauptversammlung des Katholischen Familienverbandes in Linz einstimmig für weitere drei Jahre zum Präsidenten gewählt. Er führt damit die größte überparteiliche Familienorganisation Österreichs in eine neue Funktionsperiode, in der er sich besonders für den Erhalt des Familienbonus Plus einsetzt.
77 Vorschläge und 18.000 Unterschriften als Bilanz
In den vergangenen drei Jahren erarbeitete der Verband unter Mender das Programm „Familienpolitik konkret“ mit 77 Vorschlägen. Als die Valorisierung der Familienleistungen ausgesetzt werden sollte, sammelte der Verband knapp 18.000 Unterschriften dagegen.
Beim Familienbonus Plus erreichte er zudem, dass dieser erst ab dem vierten Geburtstag des jüngsten Kindes zwischen den Eltern geteilt wird; Familien mit behinderten Kindern sind von dieser Regelung ausgenommen.
Der Weg zur dritten Amtszeit
Auch beim Thema Handyverbot an Volksschulen war der Verband früh aktiv: Bereits im Januar 2024 forderte er ein solches Verbot, das schließlich im Mai 2025 in Kraft trat. Diese Beharrlichkeit bei familienpolitischen Anliegen bildet die Grundlage für Menders erneute Wiederwahl.
Die Entscheidung für ein neues Team bei Kontinuität an der Spitze
Mit der dritten Amtszeit verändert sich das Präsidium: Barbara Fruhwürth zieht sich nach 16 Jahren familienpolitischem Engagement zurück, davon war sie zehn Jahre Vorsitzende des Wiener Familienverbandes und sechs Jahre Vizepräsidentin.
Neu im Team ist die Steuerberaterin Martina Portele, Vizepräsidentinnen sind künftig Judith Tscheppe und Britta Brehm-Cernelic. Als neuer geistlicher Beirat folgt der Theologe und Priester Ernst Wageneder aus der Erzdiözese Salzburg auf Gerhard Viehhauser.
- Andrea Kromer verwaltet weiterhin das Budget des Verbandes
- Andrea Kahl leitet weiterhin den Schularbeitskreis
- Britta Brehm-Cernelic ist angehende Religionslehrerin
- Das Präsidium beschloss die Mission des Verbandes am Vortag der Jahreshauptversammlung
Sein Mindset: an familienpolitischen Themen dranbleiben
Mender setzt in seiner Arbeit auf langfristige Themen statt kurzfristiger Erfolge: Der Erhalt des Familienbonus Plus und die Förderung der Valorisierung der Familienleistungen bleiben Schwerpunkte der kommenden Periode. Dazu kommt die Förderung von Bildung und Lesekompetenz als weiteres zentrales Anliegen.
Was Peter Mender als Nächstes vorhat
Für 2027 plant der Verband einen Jahresschwerpunkt zum Thema Lesen und Leseförderung. Langfristig formuliert Mender das Ziel, dass bis 2030 jede Entscheidung für Familie ohne ideelle, strukturelle und finanzielle Benachteiligung möglich sein soll.