Google AI Overviews haben in Deutschland einen monatlichen Rückgang von 265 Millionen organischen Suchklicks zur Folge. Die Agentur PR-Leaders sieht darin den Grund, warum klassische Google-Platzierungen allein nicht mehr ausreichen. Ihre Haltung: Wer heute sichtbar bleiben will, muss auch in KI-Antworten vorkommen.
Google zeigt die KI-generierten Zusammenfassungen in Deutschland seit Mai 2025 an. SISTRIX hat dafür mehr als 100 Millionen Keywords ausgewertet und kommt zu einem Rückgang von 6,6 % aller organischen Klicks. Für PR-Leaders ist diese Entwicklung der Ausgangspunkt der eigenen Ausrichtung.
- AI Overviews erscheinen bei etwas mehr als jedem fünften untersuchten Suchbegriff.
- Die Klickrate des ersten organischen Ergebnisses sinkt von 27 % auf 11 %, wenn eine KI-Zusammenfassung erscheint.
- In 78,6 % der Fälle steht die Zusammenfassung oberhalb der klassischen Treffer.
- In einzelnen Kategorien geht mehr als jeder vierte organische Klick verloren.
Wofür steht PR-Leaders?
Nach eigenen Angaben zählt PR-Leaders inzwischen über 1.400 umgesetzte Projekte – von Presseveröffentlichungen über Advertorials bis zu weiteren PR-Formaten. Die Agentur arbeitet mit einem Netzwerk von über 250 Medien und Portalen und hat Zugang zu mehr als 30 Premium-Publishern. Für Kunden platzierte Advertorials erschienen bei bestimmten Google-Suchanfragen zeitweise auf den ersten drei organischen Positionen – ein Ergebnis, das die Agentur als Beleg für ihren Ansatz anführt.
Warum setzt PR-Leaders gerade jetzt auf KI-Sichtbarkeit?
Suchanfragen mit klarer Kaufabsicht, etwa zu Produkten oder Buchungen, verzeichnen bislang spürbar geringere Einbußen bei den Klicks als rein informationsorientierte Anfragen. Genau dort sieht PR-Leaders die größte Verschiebung: Wer nur auf klassisches Ranking setzt, verliert Sichtbarkeit genau in den Momenten, in denen Nutzer sich informieren, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Eine im Auftrag von Seokratie durchgeführte YouGov-Befragung unter 509 deutschen Unternehmensentscheidern, erhoben zwischen dem 16. und 24. Juli 2026, untermauert diese Sichtweise: Demnach rechnet mehr als die Hälfte der Teilnehmer, konkret 55 %, damit, dass KI-Tools wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot binnen drei Jahren für die Kundengewinnung an Bedeutung gewinnen und die klassische Google-Suche übertreffen. Weitere 54 % der Befragten sehen schon jetzt einen Einfluss von KI-Tools darauf, wie Kunden überhaupt erst auf Unternehmen aufmerksam werden.
Was bedeutet das für die Arbeit von PR-Leaders mit Kunden?
Für PR-Leaders folgt daraus eine Verschiebung der eigenen Arbeitsweise: Inhalte sollen nicht nur für Rankingplätze, sondern auch für KI-Zusammenfassungen taugen. Google selbst gibt an, dass Besucher, die über eine Ergebnisseite mit AI Overview auf eine Website kommen, tendenziell länger dort verweilen – ein Indiz dafür, dass die Zahl der Besuche sinkt, ihre Qualität aber steigt.
Wie ungleich die Verluste verteilt sind, zeigt ein Blick auf einzelne Branchen: Rezeptseiten verlieren laut SISTRIX nur rund 1 % ihrer Klicks, Elternportale und Babyseiten dagegen über 24 %. Auch Wikipedia ist betroffen und verliert monatlich 31,6 Millionen Klicks, was einem Rückgang von 5,56 % des Google-Traffics entspricht. Für PR-Leaders ist das der Beleg dafür, dass Sichtbarkeit künftig themenabhängig neu bewertet werden muss.
Was PR-Leaders als Nächstes vorhat
Belastbare Angaben dazu, welche konkreten nächsten Schritte PR-Leaders plant, liegen nicht vor. Erkennbar ist aber die Richtung: Die Agentur verweist auf ihre bisherigen Platzierungen bei Google-Suchanfragen als Ausgangspunkt, um die eigene Reichweite auch in KI-generierten Antworten auszubauen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.