Der Stifterverband sucht neue Wege für den Wissenstransfer von der Hochschule in die Politik: Mit der dritten Ausschreibungsrunde des Förderprogramms Transformationslabor Hochschule rückt die Organisation erstmals das Schwerpunktthema wissenschaftsbasierte Lokalpolitik in den Mittelpunkt. Bewerbungen sind bis zum 29. Januar 2027 möglich. Teilnahmeberechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen.
Getragen wird das Programm von einem Zusammenschluss aus etwa 3.500 Mitgliedern – Personen, Firmen und Institutionen aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft, die sich im Stifterverband organisiert haben. Mit dem Transformationslabor verfolgt die Gemeinschaft ein klares Anliegen: Hochschulen sollen nicht nur einzelne Projekte fördern lassen, sondern dauerhaft lernen, mit Politik und Verwaltung zusammenzuarbeiten.
Wofür der Stifterverband mit dem Programm steht?
Mit der Förderung sollen Hochschulen neue Wege finden, wie Wissenschaft, Politik und Verwaltung künftig zusammenarbeiten können. Dahinter steckt die Überzeugung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse häufiger und direkter in kommunale Entscheidungen einfließen sollten, statt in Fachpublikationen zu verbleiben.
Dem Stifterverband geht es dabei nicht um einzelne geförderte Vorhaben, sondern darum, dass Hochschulen dauerhaft Fähigkeiten, Abläufe und Strukturen für den professionellen Austausch zwischen Wissenschaft und Politik aufbauen.
Die geförderten Vorhaben müssen daher zwei Anforderungen zugleich erfüllen: Sie greifen ein konkretes Problem vor Ort auf und schaffen gleichzeitig tragfähige Verbindungen zwischen Hochschule, Politik und Verwaltung in der jeweiligen Region. Genau darin liegt die Haltung, die das Programm von klassischer Projektförderung unterscheidet.
Wie läuft die Bewerbung ab?
Wer sich bewirbt, muss eine verbindliche Zusammenarbeit zwischen einer Hochschule und einer kommunalen Verwaltung nachweisen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Akteure etwa aus Zivilgesellschaft, Unternehmen, Kultureinrichtungen oder der Forschung in das Projekt zu holen. Als Beispiele für förderwürdige Vorhaben nennt der Stifterverband unter anderem hochschulweite Strategien für neue Dialog- und Beratungsformate.
- Förderfähig sind unter anderem neuartige Formate, mit denen Hochschulen in den Dialog mit Politik und Verwaltung treten.
- Vermittlungsstrukturen zwischen Hochschule und Kommune zählen ebenfalls dazu.
- Innovative Formen der gemeinsamen Wissensproduktion sind ausdrücklich erwünscht.
- Eine verbindliche Partnerschaft mit einer kommunalen Verwaltung ist Voraussetzung für die Teilnahme.
Was bringt das Programm den Hochschulen?
Über die finanzielle Förderung hinaus bietet das Programm den Teams zum Auftakt eine zweitägige Veranstaltung in Berlin. Im Anschluss daran folgen weitere Bausteine: digitale Workshops, persönliches Coaching für die einzelnen Teams, Angebote zum gegenseitigen Lernen sowie gesonderte Strategietreffen speziell für die Leitungsebene der Hochschulen.
Diese Kombination soll sicherstellen, dass die Teams nicht nur Fördergeld erhalten, sondern auch methodisches Rüstzeug für die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung mitnehmen.