Sylvester Stallone denkt mit 80 Jahren nicht an den Ruhestand. Der Schauspieler erklärt, weiterhin vor der Kamera arbeiten zu wollen, weil ihm Untätigkeit zuwider sei. Ab Freitag ist er in der vierten Staffel der Serie Tulsa King auf Paramount+ zu sehen.
In der Serie verkörpert Stallone die Figur Dwight Manfredi, einen Mafioso mit gutem Herzen. Nach eigenen Worten hat er noch nie so viel von seiner eigenen Persönlichkeit in eine Rolle eingebracht wie in diese Figur. Parallel dazu hat er seine Memoiren unter dem Titel „The Steps“ veröffentlicht, in denen er auf seinen Werdegang zurückblickt.
Dwight Manfredi: Die Rolle, die so viel von Stallone zeigt wie keine zuvor
Für Stallone steht die Arbeit vor der Kamera für mehr als nur einen Job. Die Rolle des Dwight Manfredi beschreibt er als besonders persönlich, weil er darin eigene Facetten seines Charakters wiedererkennt. Die Veröffentlichung seiner Memoiren fällt zeitlich mit dem Serienstart zusammen und zeigt, wie sehr er seinen Weg selbst reflektiert.
Der Erfolg der Serie und das öffentliche Interesse an seinem Buch belegen, dass Stallone auch im hohen Alter gefragt bleibt. Genau das treibt ihn an, anstatt sich zur Ruhe zu setzen.
Der Weg vom Konkurrenzkampf zur Gelassenheit
Stallones Karriere war nicht immer von Gelassenheit geprägt. In den 1980er Jahren war Arnold Schwarzenegger einer seiner größten Konkurrenten, und der Wettstreit um Rollen und Anerkennung belastete ihn nach eigenen Angaben stark. Beide Schauspieler lieferten sich damals ein öffentliches Duell um die Spitzenplätze im Actionfilm.
Heute sind Stallone und Schwarzenegger befreundet. Aus der einstigen Rivalität ist eine Freundschaft geworden, die Stallone als Beleg dafür nennt, wie sich sein Blick auf Konkurrenz verändert hat.
Die Entscheidung, sich nicht mehr zu vergleichen
Früher setzte sich Stallone nach eigenen Worten selbst stark unter Druck und versuchte ständig, alles noch besser zu machen. Dieser Anspruch kostete ihn Energie und Gelassenheit. Mit den Jahren hat er diese Haltung bewusst abgelegt.
Heute vergleicht er sich nach eigenen Angaben nicht mehr mit anderen Schauspielern. Er gönnt Kollegen ihren Erfolg, statt sie als Konkurrenz zu betrachten. Diese Entscheidung, den Vergleich mit anderen loszulassen, beschreibt er als wesentlichen Teil seiner heutigen Zufriedenheit.
Warum der Ruhestand für Stallone keine Option ist
Seinen Antrieb erklärt Stallone mit einem bildhaften Vergleich: Er funktioniere wie ein Deutscher Schäferhund, der eine Aufgabe brauche, um ausgeglichen zu sein. Ruhestand bedeute für ihn vor allem eines, nämlich zu viel freie Zeit, mit der er wenig anfangen könne.
Diese Einstellung erklärt, warum er trotz seines Alters weiter neue Projekte annimmt. Für ihn liegt der Arbeitswille schlicht in seiner Natur, wie er selbst sagt.