Die Auszeichnung würdigt seine Forschungsleistungen im Bereich energieeffizientes Bauen, erneuerbare Energieversorgung und fossilfreie Energieszenarien. Der Preis ist mit 14.000 Euro dotiert und wird seit 1984 jährlich vergeben.
Wofür Streicher steht: Forschung, die in der Praxis ankommt
Streicher vernetzt Wohnbauträger, Behörden und Unternehmen, um energieschonende Baumaßnahmen tatsächlich umzusetzen.
Wie Cornelia Hagele die Vergabe begründet, verbindet Streicher wissenschaftliche Forschung mit der Umsetzung nachhaltiger Bauweisen und bringt dabei verschiedene Interessensgruppen zusammen. Genau diese Verbindung aus Theorie und Praxis macht ihn laut der Begründung zum Preisträger.
Der Weg über Graz nach Innsbruck
Dort gründete er gemeinsam mit Wolfgang Feist den Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen – ein Schritt, der sein heutiges Forschungsfeld erst strukturell verankerte.
Die prägende Entscheidung: Sanieren statt nur forschen
Ein zentrales Beispiel für Streichers Herangehensweise ist das EU-Projekt Sinfonia. Dabei brachte das Vorhaben rund 66.000 Quadratmeter an sozialem Wohnraum auf einen energetisch modernen Stand, einschließlich dreier Schulgebäude, die zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren errichtet worden waren.
Dass Streicher Forschungsergebnisse direkt in konkrete Bauprojekte überführte, statt sie nur zu veröffentlichen, unterscheidet seinen Ansatz von rein akademischer Arbeit.
Das Mindset im Alltag: Preise weiterreichen
Wie sehr Streicher Zusammenarbeit über die eigene Person hinaus denkt, zeigt sich auch beim Förderpreis, der im Rahmen derselben Auszeichnung vergeben wird.
Dass Streicher selbst den jüngeren Kollegen für eine Auszeichnung vorschlägt, passt zu seiner Rolle als Vernetzer zwischen Forschung, Verwaltung und Wirtschaft.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.