Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) bestätigt ihre DBAG-Prognose für das Geschäftsjahr 2026, obwohl die ersten neun Monate einen deutlichen Verlust brachten. Im dritten Quartal kehrte der Frankfurter Private-Equity-Investor mit einem Konzernergebnis von 3,7 Millionen Euro in die Gewinnzone zurück, nach 0,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der Vorstand setzt dabei vor allem auf neue Exits und Zukäufe im Beteiligungsportfolio.
In den ersten drei Quartalen 2026 summierte sich bei der DBAG ein Fehlbetrag von 30,3 Millionen Euro, während im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 8,4 Millionen Euro zu Buche stand. Das Ergebnis je Aktie fiel auf -1,75 Euro, nach 0,47 Euro im Vorjahr. Als Hauptgrund für die Belastungen nennt das Unternehmen das schwierige Marktumfeld sowie gedrückte Bewertungsmultiplikatoren, die sich allerdings im dritten Quartal spürbar wieder erholt hätten.
Warum bleibt die DBAG trotz des Verlusts optimistisch?
Der Nettovermögenswert je Aktie lag zum 30. September 2026 bei 33,84 Euro, nach 33,65 Euro zum Ende des zweiten Quartals. Zum Jahresende 2025 hatte der Wert noch bei 36,37 Euro gelegen.
Das Brutto-Bewertungsergebnis und Abgangsergebnis drehte im dritten Quartal auf plus 17,4 Millionen Euro, nach minus 31,6 Millionen Euro im gesamten Neunmonatszeitraum. Diese Erholung der Bewertungsmultiplikatoren ist für den Vorstand der zentrale Beleg dafür, dass die bestätigte Jahresprognose erreichbar bleibt.
Wie setzt die DBAG auf Exits und neue Beteiligungen?
In den ersten neun Monaten 2026 vereinbarte oder vollzog die DBAG insgesamt neun Transaktionen: vier neue Investitionen und vier Veräußerungen. Zwei der vier neuen Investments wurden bilateral außerhalb breit angelegter Auktionen akquiriert, was dem Unternehmen Verhandlungsspielraum bei den Einstiegspreisen verschafft haben dürfte.
- Die DBAG stieg bei der Hipp Technology Group ein.
- Sie beteiligte sich an der TNL-Gruppe.
- Sie investierte in SignalFisher.
- Sie übernahm Anteile an Vected.
Im Portfolio insgesamt fanden 13 vereinbarte oder vollzogene Unternehmenszukäufe im Rahmen der Buy-and-Build-Strategie statt. Nach dem Ende des Berichtszeitraums veräußerte die DBAG zudem das Rechenzentrumsportfolio von Green Datahub, einen weiteren Beleg für die aktive Exit-Strategie.
Was bedeutet die Prognose für Anleger?
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die DBAG einen Nettovermögenswert je Aktie zwischen 32 und 36 Euro. Das EBITA aus der Fondsberatung soll zwischen 9 und 11 Millionen Euro liegen.
Nach neun Monaten 2026 stand bei dieser Kennzahl bereits ein Betrag von 10,1 Millionen Euro zu Buche, verglichen mit 11,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Rückflüsse an Aktionäre durch Dividenden und Aktienrückkäufe beliefen sich im bisherigen Jahresverlauf auf 25,6 Millionen Euro.
Der Aktienkurs der DBAG notierte zu Jahresbeginn 2026 bei 25,35 Euro und liegt aktuell bei etwa 19,78 Euro. Die Differenz zeigt, wie stark das schwierige Marktumfeld für Beteiligungsgesellschaften in diesem Jahr auf die Bewertung gedrückt hat.