Im Zentrum der Transaktion stand für Ostler der Erhalt aller 29 Arbeitsplätze am Standort Peiting.
Die Übernahme erfolgte als übertragende Sanierung: Der Betrieb wird mit Personal, Standort und Kundenbeziehungen fortgeführt, während die alte Unternehmensstruktur aufgelöst wird. Für den Investor stellte dies keine Nebensache, sondern das primäre Ziel des gesamten Prozesses dar.
Stahlbau Kaiser rüstet jährlich 400 Brücken aus
Stahlbau Kaiser aus Peiting stellt Stahlgeländer für Brücken her und beliefert damit nach eigenen Angaben rund 400 Brücken pro Jahr in Deutschland. In der eigenen Branche gilt der Betrieb nach eigenen Angaben als führender Akteur.
Neben Standardgeländern fertigt die Firma auch Sondergeländer sowie Varianten nach Vorgaben der Deutschen Bahn und der Österreichischen Bundesbahnen. Ergänzt wird das Sortiment durch Lärmschutzwände und Berührungsschutzsysteme.
Markus Kaiser führte den Betrieb seit 1972
Das Unternehmen wurde 1914 als Schlosserei gegründet. Markus Kaiser, der den Betrieb seit 1972 führte, stand zuletzt mit 82 Jahren vor der Frage, wie es mit seinem Lebenswerk weitergeht. Die Lösung fand sich in der Übernahme durch Oberland Safety Systems.
Die Grundstücksveräußerung ebnete den Weg zur Übernahme
Damit die übertragende Sanierung zustande kommen konnte, musste zuvor das Betriebsgrundstück in der Hauser Straße 1 in Peiting veräußert werden. Diese Veräußerung war Bedingung für den Vollzug der gesamten Transaktion.
Der Betriebsstandort selbst bleibt dabei in der Region erhalten, ebenso alle Arbeitsplätze. Für die Belegschaft bedeutet das: Der Arbeitsort ändert sich nicht, nur der Name des Unternehmens auf dem Türschild.
Ostlers Mindset: Kontinuität statt Zerschlagung
Statt den angeschlagenen Betrieb zu liquidieren, entschied sich der Investor für einen Weg, der die Belegschaft, den Standort und die Kundenbeziehungen zusammenhält.
Diese Haltung zeigt sich auch in den Plänen für die Zukunft: Ostler kündigt an, über die kommenden Jahre kontinuierlich am Standort Peiting zu investieren und das Produktportfolio zu erweitern. Wer ein traditionsreiches Unternehmen wie Stahlbau Kaiser übernimmt, trägt laut Ostler Verantwortung für die Menschen, die dort teils seit Jahrzehnten arbeiten.