Der gebürtige Neapolitaner betreibt sein Lokal seit Jahren in der steirischen Landeshauptstadt und hat sich dort mit traditioneller Handwerkskunst einen Namen gemacht.
Der Erfolg in Neapel bestätigt den Anspruch, den Capobianco mit seiner Pizzeria verfolgt: Er will neapolitanische Pizza zusammen mit dem zugehörigen Handwerk, den Produkten und der Kultur nach Österreich bringen. Als gebürtiger Neapolitaner bringt er dafür nicht nur das Rezept, sondern auch die Herkunft mit.
Wofür steht die Pizzeria von Fabrizio Capobianco?
Die Marinara, mit der Capobianco in Neapel überzeugte, ist eine der ältesten Pizzavarianten überhaupt: Teig, Tomatensauce, Knoblauch, Oregano und Olivenöl, gebacken im Holzofen. Gerade die Schlichtheit dieser Pizza gilt unter Pizzaioli als besondere Prüfung, weil jeder Fehler im Teig oder in der Garzeit sofort sichtbar wird.
Dass Capobianco in dieser Kategorie aufs Podest kam, hat auch mit der Herkunft seiner Zutaten zu tun. In seiner Grazer Pizzeria, die in der Nähe des Stadtparks liegt, verwendet er Tomaten aus dem Agro-Sarnese-Gebiet ohne Zitronensäure, handgepresstes Olivenöl aus Benevento und Mozzarella aus San Anastasia.
Wie kam der gebürtige Neapolitaner nach Graz?
O‘ Sole ‚e Napule ist Mitglied der AVPN, die Standards für traditionelle neapolitanische Pizza festlegt, sowie der APN, die das Handwerk der Pizzaiuoli fördert. Zusätzlich beteiligt sich die Pizzeria am Projekt Pizza Napoletana 100 % Campana, das die Herkunft und Rückverfolgbarkeit der Zutaten aus Kampanien sichert.
Diese Mitgliedschaften sind für Capobianco kein Marketinginstrument, sondern Teil seines Verständnisses vom Handwerk: Wer echte neapolitanische Pizza anbieten will, muss sich an die gleichen Regeln halten wie die Pizzaioli in Neapel selbst. Neben Pizza bietet das Lokal auch hausgemachte Pasta, Antipasti und italienische Süßspeisen an, dazu Rotwein und Limoncello.
Diese Einstellung wirkt auch über das eigene Lokal hinaus: Im Falstaff-Ranking der beliebtesten Pizzerien in der Steiermark landete O‘ Sole ‚e Napule unter den zehn Besten.
Was plant Capobianco als Nächstes?
Damit tritt er künftig nicht nur gegen italienische, sondern gegen europäische Konkurrenz an.
Für Capobianco bleibt der Anspruch dabei derselbe wie in seiner Grazer Pizzeria: die Pizza so zuzubereiten, wie er sie in Neapel gelernt hat, und dieses Handwerk sichtbar zu machen, egal auf welcher Bühne er antritt.